Wo Zeit verloren geht
Neue Anfragen kommen mit sehr unterschiedlicher Qualität: ein Dreizeiler, eine lange Schilderung, Anhänge ohne Erklärung. Bevor jemand das Anliegen prüfen kann, muss erst nachgefragt werden: Worum geht es, wer sind die Beteiligten, gibt es Fristen, ist die Gegenseite schon bekannt.
Idee: ein fester Aufnahmebogen
Ein Assistent kann aus freiem Text ein einheitliches Blatt bauen und fehlende Felder als Rückfragen vorbereiten.
- Rechtsgebiet nur als Vorschlag zur Sortierung, nicht als Einschätzung.
- Genannte Fristen und Termine herausziehen und für den Menschen hervorheben.
- Namen der Beteiligten auflisten, damit die Kollision mit bestehenden Mandaten schnell geprüft werden kann.
- Eine höfliche Eingangsbestätigung entwerfen, die keine Erfolgsaussichten nennt.
Harte Grenzen
Der Assistent gibt keine Rechtsauskunft, sagt keine Erfolgsaussichten und nimmt keine Mandate an. Rechtsdienstleistungen sind reguliert. Zu Verschwiegenheit, Berufsrecht und zum Einsatz von KI in deiner Berufsgruppe gelten eigene Regeln, die du vor dem Einsatz mit deiner Kammer oder einer fachkundigen Stelle klären solltest. Wir sind keine Rechtsberatung.
Zum Ablauf der Einrichtung
- Du beschreibst die drei häufigsten Anfragearten.
- Gemeinsam bauen wir das Aufnahmeblatt und die Rückfragetexte.
- Wir testen mit frei erfundenen Fällen. Echte Mandantendaten kommen erst später und nur, wenn du die Datenschutzfrage geklärt hast.
Risiken ehrlich benannt
- KI kann Fristen falsch lesen. Jede Frist wird von einem Menschen gegengeprüft.
- Zusammenfassungen lassen manchmal etwas weg. Das Original bleibt deshalb immer am Blatt.
- Wer den Text eingibt, sollte wissen, dass vertrauliche Inhalte nicht in beliebige Werkzeuge gehören.
Passt für
Kleine Kanzleien und Einzelanwälte, die Erstaufnahmen vereinheitlichen wollen. Nicht passend, wenn die KI Mandanten direkt beantworten soll.
Preis: siehe Leistungen & Preise; Angebot und Rechnung kommen per E-Mail.
Ein Gedankenbeispiel (erfunden)
Eine Anfrage lautet: „Mein Vermieter hat mir geschrieben, ich solle bis zum 15. raus.“ Der Assistent legt einen Aufnahmebogen an: Anliegen im Wortlaut, genannte Frist (15., Monat unklar, markiert), Beteiligte (Vermieter, Name fehlt), fehlende Angaben. Dazu entwirft er eine Rückfrage nach dem Schreiben im Original. Ob und wie die Kanzlei reagiert, entscheidet eine Anwältin oder ein Anwalt. Die Frist im Beispiel bleibt offen, bis ein Mensch sie geprüft hat.
Fragen vor dem Start
- Welche Angaben brauchst du zwingend, bevor du entscheidest?
- Wie gehst du mit Anhängen um, und wer öffnet sie?
- Was gilt bei Anfragen von Personen, die schon Mandanten sind?
- Wo dürfen Mandantendaten laut deiner Berufsregeln verarbeitet werden?
Typische Fehler
Die größte Gefahr ist falsches Vertrauen. Ein sauberer Bogen wirkt zuverlässig, auch wenn eine Information falsch gelesen wurde. Darum prüft immer ein Mensch gegen das Original.
Was du mitbringen solltest
- Deinen bisherigen Aufnahmebogen
- drei anonymisierte Beispielanfragen
- die Liste der Rechtsgebiete deiner Kanzlei
- deinen Ton für Eingangsbestätigungen
- die Regeln deiner Kammer zur KI
Woran du nach den ersten Wochen siehst, ob es passt
Beobachte: Ob Fristen richtig erkannt werden, ob Rückfragen sich nach Beratung anhören, ob Mandanten die Eingangsbestätigung verständlich finden. Wir bauen bewusst keine große Erfolgsmessung ein, sondern besprechen nach der Einführung kurz, was gut läuft und was nicht. Ehrlich ist auch ein Ergebnis wie: Das brauche ich doch nicht.
Wann etwas anderes besser ist
Nutzt du bereits ein Kanzleiprogramm mit Aufnahmeformular, kann dessen Formular der bessere Weg sein. Der Assistent lohnt sich bei freien E-Mails und Telefonnotizen.
Kosten und Einordnung
Zur Einordnung: Das Paket „KI-Assistent einrichten“ kostet 590 €, die „KI-Praxisschulung“ für dein Team 390 €. Alle Pakete und Preise stehen offen auf der Seite Leistungen & Preise. Über diese Seite kannst du kein Paket direkt bezahlen: Du schickst eine Anfrage und erhältst Angebot und Rechnung per E-Mail. Eine Wirkung oder Zeitersparnis versprechen wir nicht, denn sie hängt von deinem Betrieb ab.
- Kundenservice im kleinen Online-Shop: Standardfragen mit KI-Entwürfen entlasten
- Gästeanfragen in der Ferienwohnung: ein Assistent für Fragen vor und nach der Buchung
- KI-Assistent: Anwendungsfälle für kleine Firmen
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Nur für Unternehmen, Selbstständige und Vereine. Alle Preise sind Endpreise; gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet. Keine Rechts- oder Steuerberatung.